kurz&gut II, aus Dresden und Anderswo


Kurze Stücke von Dresdner Tänzerinnen und Tänzern mit Gästen


Publikumsgespräch im Anschluss mit den Tänzerinnen und Tänzern

Lars Reinschmidt, Dresden
„Verschwommene Linie“
Was geschieht wenn zwei Gruppen auf einander treffen, um eine neue Einheit zu bilden? Welche Dynamik wird dabei freigesetzt? Die Choreografie beschäftigt sich mit diesem Thema. Es wird untersucht, ob eine spontane Harmonie besteht oder ob Anpassungsprozesse nötig werden und wie Verständigung und gegenseitiges Verständnis entstehen.
Choreografie: Lars Reinschmidt | Tanz: Alexander Bolk, Felix Berning, Gaia Mentoglio, Luke Hayward, Zoe Lenzi, Eliézer Bunga, Tim Terton

Yaron Shamir, Israel / Berlin
„Frozen“
Die Choreografie stellt eine Mischung aus Mitleid, Sensibilität, Schmerz und Agonie dar. Sie behandelt das unüberbrückbare Dilemma zwischen Einsamkeit und Zusammensein. Wie weit würden wir gehen? Wie sehr würden wir uns selbst für jemand Anderen in Gefahr bringen?
Choreografie: Yaron Shamir | Tanz: Yaron Shamir, Nora Vladiguerov | Musik: Alva Noto

Bridi Gane, Berlin
„Three Headed Hollywood“
Drei Frauen tanzen die Rollen klassischer Mann-Frau-Duette, bekannt geworden durch dieselben von Ginger Rodgers und Fred Astaire. Während sie tanzen schaffen sie eine neue "Superfrau" und gelangen zur Neuinterpretation der Anmut und der Eleganz eines klassischen Hollywood-Stars.
Choreografie: Bridi Gane | Tanz: Rebekka Böhme, Justyna Kalbarczyk, N.N.

PHASE ZERO productions, Leipzig in Kooperation mit tanzZenit e.V.
„Movement Speaks“
Mit dem Ziel den Tanz noch stärker als nonverbale Kommunikationsform zu etablieren, beschäftigen sich die Choreografen mit Gebärdensprache. Diese dient als Inspirationsquelle für progressive und körperlich ausdrucksstarke Bewegungen.
In Gebärden zeigen sich unter anderem rudimentäre, menschliche Bewegungsassoziationen. Welche Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede lassen sich zwischen Gebärden und den physischen Ausdrucksmöglichkeiten im zeitgenössischen Tanz feststellen? Wie werden Emotionen ausgedrückt, wahrgenommen und interpretiert?
Choreografie, Tanz: Morgan Reid, Tine Schmidt, Undine Werchau und Sophia Rändler | Musik: Morgan Reid

JuWie Dance Companie, Dresden
„Addiction to....“
Das Projekt stellt die Frage nach dem, was Sucht ist und wo diese ihren Ursprung hat. Der Fokus soll auf der philosophischen Betrachtungsweise des Themas liegen und die Natürlichkeit des Sehnens bzw. der Sehn-Sucht beleuchten. Betrachten wir heutige Wortdeutungen von „Sucht“, so entsprechen diese einer Verengung. Sucht bedeutet ursprünglich Krankheit – Siechtum. Auch die Sehn­Sucht galt zu Beginn ihrer Bedeutungsgeschichte ebenfalls als Krankheit, als „schmachtendes und schmerzliches Verlangen“. Auf der Bühne entfaltet sich ein Sehnsuchtsraum für Tänzerin und Publikum.
Choreografie und Tanz: Jule Oeft | Musik: Daniel Williams | Choreografische Assistenz, Probenleitung: Wiebke Bickhardt