temporäre theater , Berlin

DREI IN EINEM. DER SPIELENDE MENSCH


Ballett-Trilogie von Alexey Kononov
nach Johan Huizinga "Der Homo ludens"

"Ich stamme aus meiner Kindheit, wie aus einem Land", schrieb Antoine de Saint-Exupéry, der Autor des "Kleinen Prinzen".

Was bleibt von diesem Land, wenn der Mensch erwachsen wird? Schafft das Spiel eine Verbindung dorthin?

Für Friedrich Schiller steckt im Spiel die Essenz des Menschseins: "Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."

Die Rolle des Spiels analysiert Alexey Kononov in seiner Ballett-Trilogie "Drei in Einem". "Der spielende Mensch" bildet den ersten Teil in seinen Überlegungen und führt ihn in die Vergangenheit – die Kindheit. Dort beleuchtet er, wie Kinder im Spiel die Welt der Erwachsenen ausprobieren und das Leben kennenlernen, ob in Räuber- und Gendarm-, in Mutter-Vater-Kind- oder Kriegsspielen – und stellt die Frage: Was passiert, wenn der Mensch älter und das Spiel zur Realität wird?

Alexey Kononov ließ sich in seiner Trilogie vom Kulturhistoriker Johan Huizinga inspirieren, der in "Homo ludens" den spielenden Menschen in allen Bereichen des Lebens analysiert. Was Huiziniga einst mit Worten beschrieb, zeigt Kononov in der Psychologie der Bewegung.

Im Rahmen seines Projektes "temporäre theater" ist "Der spielende Mensch" nach "F63.9" und "Zeit der Frau" die dritte Arbeit des Choreographen.