Michael Apel,

Wenn die Puppen tanzen


Schon immer sind Menschen davon besessen Automaten zu konstruieren, die dem Menschen zum verwechseln ähnlich sind, mehr noch, die nicht mehr von ihren Schöpfern zu unterscheiden sind.
Ein beliebter Stoff für die Kunst, für die Literatur, für den Film und natürlich für den Tanz.
Nach Motiven der Erzählung „Der Sandmann“ von E.T.A Hoffmann schuf Léo Delibes 1870 das Ballett „Coppélia oder das Mädchen mit den Emaille-Augen“, in dem eine tanzende Puppe einen jungen Mann in heftige Gefühlsverwirrungen bringt.
Ein exzellenter Stoff für das klassische Ballett aber auch für den modernen Tanz.
Immer wieder haben Choreografen versucht sich dieser Materie der menschlichen Versuchung zu nähern.
In Dresden wird derzeit eine Choreografie des Neoklassikers George Balanchine vom Semperoperballett getanzt. Der Vortrag des Choreografen und Tanzpädagogen Michael Apel präsentiert Beispiele unterschiedlicher Interpretationen aus Vergangenheit und Gegenwart.