Antoinette Helbing, Oldenburg


In der Antike betrachtete man den Schwan als einen heiligen Vogel mit Wahrsagefähigkeiten. Diese Zuschreibung kennt auch die germanische Mythologie, sie hat sich überliefert in dem Sprichwort „Mir schwant…“ als Umschreibung einer Vorahnung. Eine Weissagung beschreibt immer künftige Zustände. Also muss eine zukünftige von der gegenwärtigen Situation abweichen. Es wird eine Verwandlung stattfinden. Letztlich wird auch in „Schwanensee“ eine Vorahnung wahr.
„Mir schwant es wandelt… sich“ wird sich dem Thema „Verwandlung“ von drei verschiedenen Gesichtspunkten her nähern. Da sind das Doppelleben der Odette und die nächtliche Verwandlung in ihre wahre Gestalt. Dann ihre Doppelrolle, Odette und Odile, die sich verwandelnde Daseinsweise innerhalb der gleichen Gestalt und es geht um das Vorhersehen künftiger Wandlungen von Situationen durch Wahrsagung.


Antoinette Helbing studierte an der ArtEZ Dansacademie Arnheim/Niederlande. Sie gehörte bis 2010 dem Tanztheater Görlitz an und ist derzeit Tänzerin der company ÅBEN DANS productions Roskilde, Dänemark. Für „Mir schwant es wandelt…sich“ erhielt sie den ersten Preis beim Choreografiewettbewerb „Interface V“, 2011 in Görlitz.
Komposition und BearbeitungChristoph Scherbaum
Konzept/Choreographie/TanzAntoinette Helbing
MusikAuszüge aus der Originalmusik von Tschaikowskys
SchauspielcoachingJakob Rohde
Stop-Motion-FilmJan Blum
Claudia Lehmann
VideoFelix Berner
VideotanzMarco Jodes