Derevo, Dresden / St. Petersburg (Rus)


„In einem kleinen Städtchen lebt ein Mann namens Petrowitsch. Er träumt davon, Gott zu begegnen. Weil aber Gott in nächster Zeit nicht vorhat die Erde zu besuchen, hat Petrowitsch beschlossen, sich selbst zu ihm auf den Weg zu machen.

Und so baut Petrowitsch eine Rakete. So gut er es eben kann. Nach Ratschlägen, nach Büchern, nach alten Fotos. Schließlich ist die Rakete fertig. Und Petrowitsch richtet das letzte Abendmahl an. Auch Gäste und Freunde kamen, und sie feierten drei Tage und drei Nächte lang und nochmals drei Tage. Danach wurde Petrowitsch krank, und während er krank war, haben die Nachbarn den Motor gestohlen und die Kinder haben die Rakete mit Farbe ausgemalt. Bis er sie repariert hatte, war es Winter geworden, und im Winter fliegen die Raketen nicht, also muss er auf den Sommer warten…

Damit der Rakete nichts passiert, beschloss Petrowitsch sich in ihr einzurichten… Und er träumte in der Rakete, dass er schon weit-weit fort wäre, von den Freunden, von den Sorgen … und von der Erde ...“ (A. Adassinsky)

Die neue Arbeit von DEREVO ist ein musikalisches Bühnenstück, das sich einer interessanten Richtung widmet — der Neo-Folklore. Gleichzeitig ist sie ein nostalgischer Beitrag zum 50jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft St. Petersburg - Dresden und über Reisen in eine gemeinsame Vergangenheit
Zu allen Zeiten dachte sich das russische Volk Märchen aus, um sich vor den Problemen des schweren Lebens zu schützen. Humor war dabei Überlebenshilfe und Anlass zu lächeln. Die Figur Petrowitsch ist eine bemerkenswerte Gestalt, die Mitte der achtizger Jahre entstanden ist. Das kleine Bäuerlein vom Lande ist stark an Geist und an Körperkraft, und natürlich auch in allem anderen. Und: es hatte sein Träume nicht vergessen, baute im grauen Hinterhof noch immer an Raketen, die ihn einmal bis in den Kosmos tragen sollten...
TROPFEN IM OZEAN ist eine spezielle Inszenierung für das Festspielhaus Hellerau und nur im angegebenen Zeitraum zu erleben! Veranstalter: HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden.


Nitratgehalt: Videoprojektionen – 0 / Politik – 0 / Sex - 0 / Gewalt – 0
Spurenelemente: Alkohol / Lieder
Foto E. Yarowaja
Künstlerische LeitungAnton Adassinsky
MitwirkendeTheater DEREVO
Musiker und Kinderchor Raduga